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Interviews

Sie kam ohne Quali, sie ging mit dem Abi

  • 2014 – mit süßen 16 Jahren beginnt Tamara  M. an unserem Institut den Vorbereitungskurs für den Quali. 
  • 2018 - Tamara schließt den Abiturkurs erfolgreich ab und nimmt das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife entgegen. Wir haben Tamara insgesamt vier Jahre begleitet und nun, nachdem alles vorbei ist, wollen wir sie im Nachhinein befragen, wie sie die Zeit bei uns erlebt hat und welche Tipps sie angehenden Schülern von uns geben kann.
CK-Akademie: Tamara, danke erstmal, dass du nach der langen Zeit das Interview mit uns machst und deine Zeit an der CK-Akademie Revue passieren lässt.. Wie geht es dir jetzt und was machst du?

Hallo Frau Linder. Danke, dass ich die Ehre habe und dass Sie einen Artikel über mich schreiben wollen. Momentan befinde ich mich auf einer Tennistour, da ich schon mein ganzes Leben Tennis spiele und es mein Traum wäre Profi zu werden. Derzeit spiele ich das Turnier in Ägypten, Sharm el Sheik. Mir geht es ganz gut, stressig ist es natürlich auch aber ich liebe das, was ich tue und bleibe auch nach vielen Niederlagen motiviert. Es ist sehr schwer und anspruchsvoll da die Konkurrenz groß ist, es gibt sehr viele gute Spieler und kaum noch schlechte. Da ich jetzt die Schule abgeschlossen habe, kann ich mich endlich komplett dem Sport widmen.

CK-Akademie: Wenn du dich an das Jahr 2014 zurückerinnerst, hättest du damals gedacht, dass du das Abitur schaffen wirst?

Wenn ich mich an das Jahr 2014 zurückerinnere, habe ich zuerst meinen Quali gemacht und da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, hatte ich damit auch sehr viel zu kämpfen. Ich hatte aber immer das Ziel Abitur vor Augen und wusste, dass es sehr schwer wird, was es auch war, aber im Leben bekommt man eben nichts geschenkt.

CK-Akademie: Woher hast du die ganze Motivation genommen, alles durchzuziehen?

Das Jahr 2018, in welchem ich mein Abitur gemacht habe, war das schwerste in meinem Leben. Aber das war eben das, was ich wollte. Mich haben meine Eltern nicht gezwungen, nach der Mittleren Reife weiter in die Schule zu gehen. In der 11. Klasse war ich noch in der Abendschule, da ich sehr viel trainiert habe und mir gleichzeitig aber auch einen hohen Abschluss als Plan B sichern wollte, falls es mit dem Tennis nicht klappt. In der 11. Klasse habe ich schon gemerkt, dass es schwer wird und dass ich mehr Übung und Schulstunden brauche, weswegen ich dann in der 12. Klasse in die Tagesschule gewechselt bin. Auch wenn die 11. Klasse sehr anspruchsvoll war, war aufzuhören keine Option für mich, da kam auch die Motivation her. Der eigene Wille ist alles, kein anderer kann einen dazu motivieren das Abi zu machen, man muss es für sich selbst wollen und tun. Und wir reden hier von externen Schülern. Ich hatte in der 11. Klasse schlechte Noten und bis hin zu einem Monat vor den Prüfungen waren meine Noten immer noch nicht wie erwartet. Sogar bei den Prüfungssimulationen hätte ich das Abi nur knapp bestanden. Ich habe Tag und Nacht gelernt, alles gegeben und trotzdem war es einfach nicht genug, da ist man irgendwann am Verzweifeln. Das wichtigste ist, einfach dran bleiben und nicht aufhören, Übung macht den Meister. Irgendwann wurden die Ergebnisse immer besser.

CK-Akademie: Hattest du auch mal Motivations- oder Lernblockaden? Wie bist du damit umgegangen?

Motivations- und Lernblockaden hatte ich natürlich auch, sehr oft. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich eine Minute am Weinen war und die nächste weiter gelernt habe. Der Stoff wollte irgendwann nicht mehr in meinem Kopf rein. Wichtig ist es, Pausen zu machen und kurz abzuschalten, man muss etwas finden, was einem gut tut. Von Videospielen und Serien ist hier auf keinen Fall die Rede, da vergisst man oft die Zeit und oft ist es ‘nur noch eine Folge’ oder ‘nur noch eine Runde’ und dann ist es schon Schlafenszeit. Jedoch muss man das für sich selbst am besten wissen, ich rede hier nur über meine Erfahrungen. :)

CK-Akademie: Wie hast du den Sprung vom Quali zur Mittleren Reife und dann den Sprung zum Abi empfunden?

Wie schon erwähnt, der Quali war schon schwer für mich, aber als ich das Abi gemacht habe, dachte ich mir nur ‘der Quali war so leicht im Gegensatz zu dem was ich jetzt mache’. Hier kann man aber sehr gut die eigene Entwicklung erkennen und stolz auf sich selbst sein. Es ist natürlich viel anstrengender als bei normalen Schülern, man geht bei jedem der Abschlüsse auf alles oder nichts, da man als externer Schüler keine Vornoten hat. Nur die Ergebnisse der Prüfungen zählen und ergeben am Ende den Schnitt. Dies hat aber auch Vorteile, man muss sich sozusagen nicht das ganze Jahr über bei jeder Klausur anstrengen um am Ende einen perfekten Schnitt zu erreichen. Jedoch muss am Ende des Jahres der Stoff vom kompletten Jahr sehr gut sitzen.

CK-Akademie: Was muss man tun, um einen Schulabschluss zu bestehen? Gibt es Unterschiede zwischen den Schulabschlüssen?

Natürlich gibt es Unterschiede. Mit jedem Schulabschluss wird es immer anspruchsvoller und da kommt immer mehr und komplexerer Stoff hinzu. Wie gesagt, man muss einfach lernen, und sich anstrengen, es gibt keinen Ausweg. Jedoch muss jeder individuell für sich selber herausfinden, welche Lernmethoden am besten für einen sind und wie viel Zeit man für den bestimmten Stoff braucht. Treffen mit den Freunden und Ausgehen kann man immer weniger. Man muss lernen, dass man nicht mehr viel Freizeit hat und wenn man bestehen möchte, muss man sich Prioritäten setzen und diszipliniert bleiben. Kein Prüfer wird einem irgendwas schenken, Man muss sich alles selbst erarbeiten.

CK-Akademie: Hast du dich an unserer Schule gut vorbereitet gefühlt?

Im Allgemeinen habe ich mich an der Schule gut vorbereitet gefühlt, auch wenn nicht immer alles perfekt ist. Natürlich fiel das ein oder andere Mal Unterricht aus, aber das ist immer noch kein Vergleich zu den Unterrichtsausfällen an staatlichen Schulen. Das Wichtigste ist aber, dass die Geschäftsführung der CK-Akademie immer versucht hat, das Beste daraus zu machen und immer Ersatz zu organisiert hat. Außerdem haben sich die Lehrer auch außerhalb der regulären Schulzeit für uns Zeit genommen, um uns mit dem Stoff zu helfen oder auch einfach für uns da zu sein, Manche Lehrer haben uns sehr viele Kurse zum Üben angeboten, sogar sonntags haben sie sich für uns Zeit genommen. Und und und. Ich könnte noch so viel darüber reden.  Die Lehrer haben uns wie eine Familie behandelt und sich um uns gesorgt. Man hat das Gefühl, dass sie mit den Schülern mitfühlen. Ich war nie ein Mathegenie aber mein Mathelehrer meinte immer, dass ich es in mir hab und dass ich Mathe kann. Den gleichen Lehrer hatte ich übrigens auch schon zu meiner Quali-Zeit als Mathelehrer.
Ich habe mich an der Schule sehr wohl gefühlt.

CK-Akademie: Was würdest du zukünftigen Schülern auf den Weg geben?

Macht euch NOTIZEN. Schreibt ordentliche Zusammenfassungen und lernt auch schon dabei, dann muss man den Stoff im Nachhinein nur noch wiederholen. Wenn ihr in der Prüfungsphase seid, werdet ihr keine Zeit haben, Zusammenfassungen zu schreiben. Das war mein Fehler: ich habe meine Zusammenfassungen nicht ordentlich geschrieben und sie dann nochmal ordentlicher und mit besseren Informationen geschrieben, was mir am Ende zu viel Zeit genommen hat. Irgendwann kaufte ich mir noch Stark Bücher (nicht die Prüfungen von den letzten Jahren) und da stehen auch Informationen drin, die man nicht im Schulbuch hat. Dadurch kann man verwirrt und verunsichert werden. Ich hatte dadurch immer Panik, dass ich nicht alles gelernt hab was ich lernen musste (ich Streber, denkt ihr gerade wahrscheinlich). Schreibt Zusammenfassungen aus dem Stoff, den ihr im Unterricht habt und aus den Schulbüchern, Die Stark Bücher könnt ihr lesen, wenn ihr was im Schulbuch nicht versteht. Noch ein Tipp: plant für jeden Tag ein, welche Fächer ihr lernen wollt, So hat man einen besseren Überblick. Mehr als diszipliniert sein und ‚üben üben üben!!!!‘ kann ich nicht sagen - und was Üben angeht, vor allem Mathe !!

CK-Akademie: Vielen lieben Dank für deine Zeit und deine ehrliche Rückmeldung.

Ich möchte alle Lehrer noch grüßen, die mich auf das Abitur vorbereitet haben: Herr Perner mein Klassenlehrer, Herr Danz, Frau Fa, Frau Bichlmayer, Frau Häublein, Frau Merthesz, Herr Nill, Herr Solaß, Frau Dr. Hinz und Frau Freese. Ich hoffe es geht Ihnen gut und Sie sind noch nicht zu viel im Prüfungsstress. Ich hätte echt nicht gedacht, dass ich das jemals sage aber ich vermisse Sie !!!

Die treuesten Seelen der CK- Akademie – von Schülern zu Kollegen

Ömer, wieder ein Kandidat, der tatsächlich alle Schulabschlüsse extern gemacht hat, davon das allgemeine Abitur bei uns an der CK-Akademie, und Kelly, ein typischer Fall von "MR-Schnitt hat für die FOS nicht gereicht, ich mach jetzt das externe Abitur". Beide hatten sie einige Hürden zu nehmen und hatten echt harte Zeiten durchgemacht. Am Ende haben sie es aber geschafft und wir dachten schon, wir müssten wieder Abschied nehmen von Schülern, die bei uns gereift sind und uns verlassen.

Umso größer war die Freude, als Kelly unserem Institutsleiter Herrn Danz eine E-Mail schrieb, ob wir noch Hilfe im Sekretariat bräuchten, sie muss noch ein knappes Jahr bis zum Medizinstudium überbrücken und sich auf den Medizinertest vorbereiten und möchte sich nebenbei ein bisschen Geld verdienen. So wurde aus der Schülerin Kelly eine Kollegin, die das perfekte Bindeglied zwischen Lehrern und Schülern ist. Sie ist für alle Angelegenheiten im Sekretariat und im Schulalltag mit zuständig: Aufsicht in Schulaufgaben und Abitursimulationen, Erfassung der Anwesenheitsstatistik der Schüler, Erstinformation von Interessenten am Telefon, Ausdrucken von Formularen und Schulbescheinigungen, und vieles mehr. Außerdem gibt sie unseren Schülern Nachhilfe in ihrem damals besten Fach Kunst und ist für viele unserer Schüler Vertrauensperson und Hauptansprechpartnerin.

Ömer kam sowieso immer zwischendurch mit Essen aus "Mamas Küche" vorbei, dessen guter Geschmack sich im Kollegium nach und nach herumgesprochen hat, bis teilweise das halbe Lehrerzimmer mit Mittagessen versorgt wurde. So lässt es sich gut arbeiten. Dabei hat Ömer Schüler getroffen, die sich in Mathe schwer tun. Da Ömer immer sehr gut in Mathe war und Spaß hat, das zu erklären, setzte er sich mit den Schülern zusammen und half ihnen. Bis der Chef es offiziell gemacht hat: Gruppennachhilfe in Mathe vom ehemaligen Schüler. Auch die Quali-Schüler wurden von Ömer unterstützt, da er sich auch noch mit dem Mathestoff der Qualiprüfung auskannte.

Menschen wie Kelly und Ömer bringen nicht nur frischen Wind in die CK-Akademie, sondern sie sind auch nicht mehr wegzudenken. Wir sind daher traurig, dass Ömer uns verlassen hat und wünschen ihm in seinem Studium in Berlin alles Gute und hoffen, dass er mal in den Semesterferien wieder vorbeischaut. Auch Kellys Zeit neigt sich bald dem Ende zu, da auch ihr Studium bald beginnt.

 

Vielleicht haben wir dieses Jahr ja wieder Glück und ein paar nette Schüler(innen) wollen nach dem Abi die CK-Akademie aus anderer Perspektive erleben ;-)